ESTD Symposium

Bern, 18.Januar 2016

Sexualdelikte: 

Optimales interdisziplinäres Vorgehen 

 Symposium für Strafverfolgung, Medizin, 
Beratung, Sozialarbeit, Pflege und Psychotherapie
zum fachgerechten Vorgehen nach sexueller Gewalt


Bern, 18. Januar 2016, 13.15h - 18.15h

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Sexualisierte Gewalt ist für Strafverfolgung, Medizin und Therapie ein herausforderndes Thema, ihr tatsächliches Ausmass lässt sich aufgrund einer vermutlich hohen Dunkelziffer nicht genau bestimmen. Aufgrund vorliegender Daten müssen wir in der Schweiz von einer tiefen Anzeige- und Verurteilungsrate ausgehen.

Für die tiefen Anzeige- und Verurteilungsraten gibt es verschiedene Gründe. Zu den wichtigsten Ursachen gehören, dass eine Anzeige von vielen Betroffenen immer noch als sehr belastend und in manchen Fällen sogar als retraumatisierend erlebt wird und deshalb in vielen Bereichen der Gesellschaft von einer Anzeige abgeraten wird. Hinzu kommt, dass nach erfolgter Anzeige viele Verfahren aus Sicht von verschiedenen Fachkräften in Strafverfolgung, Medizin, Beratung und Therapie aktuell Mängel aufweisen und es noch einige Ansätze gibt, wie Verfahren verbessert werden können.

Das ESTD-Symposium 2016 widmet sich der Frage, welche Merkmale ein fachgerechtes Vorgehen nach sexueller Gewalt beinhalten sollte, das für Betroffene nicht retraumatisierend wirkt und gleichzeitig für Opfer wie auch für Fachkräfte in Strafverfolgung, Medizin, Beratung und Therapie erfolgreicher ist. Ein Ziel ist dabei die interdisziplinäre Diskussion der beteiligten Expertinnen und Experten aus verschiedenen Berufsgruppen zu den unterschiedlichen Sichtweisen mit Vorschlägen für Verbesserungsmöglichkeiten.

Zielgruppen des Symposiums sind Fachkräfte aus Politik, Polizei, Justiz, Anwaltschaft, Forschung, Beratungseinrichtungen, Gleichstellungsbüros, Medizin, Pflegefachleute, Psychotherapie, Seelsorge und alle Interessierten. 

 

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